LIGHTHOPE – ein während der coronakrise entstandenes werk

LIGHTHOPE –  ein während der coronakrise entstandenes werk

Die Textilkünstlerin Hanne G und der auf Möbel spezialisierte Kunsthandwerker Rasmus Bækkel Fex haben gemeinsam mit 987 Bürgerinnen und Bürgern aus ganz Dänemark während des dänischen Lockdowns im Zuge der Covid-19-Krise das Werk LIGHTHOPE erschaffen.

Es ist ein Monument der Hoffnung und der Gemeinschaft in einer schwierigen Zeit.

Trapholts Idee zu LIGHTHOPE entstand durch den Wunsch, einen positiven Beitrag in Zeiten der Coronakrise zu leisten. Hierbei sollte das, was das Museum ausmacht, erkennbar sein: Kreativität, Erkenntnisse und eine Gemeinschaft in puncto Kunst und Design. Trapholt fungiert schon lange als Bindeglied zwischen professionellen Künstlern sowie Bürgerinnen und Bürgern mit einer Leidenschaft für das Handwerk. Deshalb hatten wir Rasmus Bækkel Fex und Hanne G zwecks Kreieren eines Werks kontaktiert, das im Laufe der Coronakrise entstehen sollte.

Vom Projektstart am 1. April bis zu Trapholts Wiedereröffnung im Mai haben Menschen aus ganz Dänemark 1.629 gehäkelte Glühbirnen im Trapholt und an den 27 Abgabestellen in ganz Dänemark abgegeben. Auf der Facebookseite des Projekts haben mehrere Tausend Mitglieder in Form von Bildern, Gedanken und Ideen ihren Beitrag geleistet. Während dieser Zeit konnten die Teilnehmer das Aufhängen des Werks mitverfolgen sowie an virtuellen Events und Häkelclubs teilnehmen, wo sie die Künstler und sich gegenseitig kennen lernen konnten.

Als das Werk fertiggestellt war, lud Trapholt zur virtuellen Ausstellungseröffnung ein, bei der die Museumsleiterin Karen Grøn die Gäste an der 50 Meter langen Kunstinstallation entlang führte. Zudem wurden Künstlergespräche mit der Textilkünstlerin Hanne G und dem Designer Rasmus Bækkel Fex veranstaltet, und das Werk sowie die Teilnehmer, die einen Beitrag hierzu geleistet hatten, wurden vorgestellt. Die Ausstellungseröffnung wurde mit einer musikalischen Darbietung im Werk beendet.

LIGHTHOPE

 

Die Künstler

Rasmus Bækkel Fex hat einen Tunnel/eine Pergola konstruiert. Diese Konstruktion erstreckt sich über die 50 Meter lange Hauptachse des Museums. Sie symbolisiert, dass wir eine bestimmte Periode durchleben, wobei am Ende des Tunnels das Licht zu sehen ist. An der Holzkonstruktion wurde ein Fadennetz angebracht. Die Fäden lassen Assoziationen zur nordischen Mythologie zu, in der die Nornen die Schicksalsfäden an der Weltenesche Yggdrasil spinnen, oder zur griechischen Mythologie, in der Penelope webt, während sie auf Odysseus wartet.

Hanne G hat für die Installation das Textilkonzept entwickelt. Das Format sind gehäkelte Glühbirnen in Weiß-, Beige- und Gelbtönen. Die Fassung ist um eine Toilettenpapierrolle herum aufgebaut, und die Teilnehmer wurden dazu aufgefordert, aufgehobene Garnreste zu verwenden. Die Glühbirnen sind ein Symbol dafür, dass es auch in dunklen Zeiten Lichtblicke gibt. Die Glühbirnen sind ebenfalls ein Symbol für Früchte, die wachsen und sich entwickeln. Im Rahmen des Projekts konnten Anfänger nach einer Anleitung arbeiten. Routinierte Teilnehmer konnten ausprobieren, in welchem Maß man bei dieser Handarbeit den vorgegebenen künstlerischen Rahmen ausreizen konnte.

LIGHTHOPE wird von der Augustinus-Stiftung unterstützt.